Neues Energiezentrum für Arkel

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Auftraggeber
Stedin Netbeheer B.V.
Stelle
Arkel
Veröffentlichungsdatum
2. Februar 2026

Projektübersicht

Im Auftrag des Netzbetreibers Stedin erweitern wir in Arkel das Stromnetz. Hierzu führen wir mehrere Horizontalspülbohrungen unter dem Merwedekanaal hindurch und verlegen anschließend neue 13-kV- und 50-kV-Kabel, die mit Kabelmuffen miteinander verbunden werden. Die Bohrungen werden elektrisch mit direkter Anbindung an das Netz von Stedin durchgeführt. Dieses Vorgehen ist leiser, sauberer und umweltfreundlicher.

So verbinden wir Arkel und die umliegende Region mit einem zukunftssicheren Stromnetz.

So verbinden wir Arkel und die umliegende Region mit einem zukunftssicheren Stromnetz.

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Kluge Wahl des Zugangspunktes

Wir arbeiten an einem Standort, an dem viele verschiedene Gegebenheiten aufeinandertreffen: bereits bestehende Kabel und Leitungen, der Bahnhof, ein örtlicher Fußballverein sowie ein Gewässer direkt neben der Baustelle. Daher hat Stedin in der Vorplanungsphase bewusst einen zentralen Zugangspunkt auf einer Wiese in Nieuwland gewählt. Damit ist genügend Platz für mehrere mögliche Anschlüsse vorhanden, beispielsweise aus Vianen oder Leerdam – nicht nur heute sondern auch in Zukunft.
Dieser Standort wurde nicht zufällig gewählt. Er bietet ausreichend Raum für sicheres Arbeiten und minimiert künftig die Beeinträchtigungen im Bereich des Bahnhofs.

Minimaler Aushub und höchste Präzision

Einen großen Teil der Trasse realisieren wir mittels Horizontalspülbohrverfahren (HDD). Das bedeutet, dass wir unterirdisch bohren, ohne die gesamte Oberfläche aufgraben zu müssen. Dieses Verfahren ist besonders unter Wasserläufen und in Bereichen mit hoher oberirdischer Aktivität von Vorteil.

Unter dem Merwedekanaal führen wir vier übereinanderliegende Bohrungen durch, da der Platz zwischen der bestehenden Bebauung und der Bahntrasse begrenzt ist. Dabei handelt es sich um zwei Bohrungen mit jeweils 19 Schutzrohren (Ø 180), eine Bohrung mit 14 Schutzrohren (Ø 180) sowie eine Bohrung mit 7 Schutzrohren (Ø 200). Durch diese HDPE-Schutzrohre – Kunststoffrohre zum Schutz der Kabel – werden später die neuen Kabel gezogen. Anschließend verbinden wir die Rohre mit entsprechenden Muffen.
„Wir verlegen bereits jetzt mehrere Verbindungen, damit diese später von Stedin genutzt werden können. Dadurch sind künftig keine zusätzlichen Arbeiten mehr am 50-kV-Umspannwerk in Arkel erforderlich“, erläutert Projektleiter Niels.

Elektrisches Bohren

Was dieses Projekt wirklich besonders macht, ist unsere Vorgehensweise. Fünf der sieben Bohrungen werden vollständig elektrisch ausgeführt. Dafür nutzen wir einen direkten Stromanschluss an das Netz des Netzbetreibers Stedin.
„Dieses Projekt in Arkel ist eine schöne und ganz besondere Aufgabe“, erklärt Niels. „Hier vereinen wir intelligente Technik, das Arbeiten mitten unter den örtlichen Gegebenheiten sowie fast vollständiges elektrisches Bohren. Hiermit reduzieren wir Emissionen und Beeinträchtigungen.“

Der Stromanschluss stellte die größte Herausforderung dar. Normalerweise dauert eine solche Aufgabe länger, doch in diesem Fall musste alles innerhalb von drei Monaten realisiert werden. Dies gelang durch schnelles Handeln und zusätzliche Maßnahmen, beispielsweise durch die Errichtung eines eigenen Transformatorraums. Damit stellen wir auch sicher, die Anforderungen des AERIUS-Kalkulators zu den Stickstoffemissionsnormen einzuhalten.

Bahnhof und Fußballverein bleiben erreichbar

Wir möchten die Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich halten. Deshalb bleibt der Parallelweg für den (Fahrrad-)Verkehr und die Rettungsdienste offen. Auch der Bahnhof und der Fußballverein bleiben erreichbar. Die Zufahrt zum Arkeler Fußballverein wird nur während des Einziehens der Bohrungen gesperrt.
Da wir die Parkplätze beim 50-kV-Umspannwerk nutzen, haben wir gemeinsam mit Stedin einen neuen Parkplatz angelegt. Zusätzlich setzen wir Verkehrsleiter sowie Absperrungen ein, um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.

Von der ersten Phase bis zur Fertigstellung im Jahr 2027

Die Arbeiten werden etappenweise ausgeführt. Phase 1 begann im November 2025 und war bis zum Ende des ersten Quartals 2026 angesetzt. Alle Bohrungen sollten vor der Sommerpause abgeschlossen werden. Nach den Sommerferien begannen wir mit dem Verlegen der Kabel, den Muffenarbeiten und den Endverschlüssen. Die endgültige Fertigstellung wird für Mai 2027 erwartet.

Mit diesem Projekt schaffen wir eine solide Basis für ein zukunftsfähiges Stromnetz in der Region. Mit intelligenter Technik, sicherer Ausführung und möglichst minimalen Auswirkungen auf die Anwohnerinnen und Anwohner sorgen wir dafür, dass Arkel und Umgebung für den wachsenden Strombedarf gerüstet ist.

Gesteuertes Bohren

Gesteuertes Bohren

Kabel

Kabel

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